Sehenswürdigkeiten in Ralingen

Inmitten des von hohen Kalksteinfelsen und idyllischen Höhenlandschaften eingesäumten Sauertals erstreckt sich die Gemeinde Ralingen. Die ersten Dorfgründungen Edingen und Godendorf entstanden 862 während der Frankenzeit.

895 folgte "Carescara", das spätere Kersch, eine römische Gutshofanlage, die der Abtei Echternach von den Karolingern geschenkt worden war, was in einer Urkunde von König Zwentibold bezeugt wurde. Der Merteshof befand sich im 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts im Besitz der Karthause, die ihn später an das Kloster Echternach verkaufte. Im Jahr 953 bestätigte König Otto I. dem Kloster Oeren "Winteronis villa" bzw. Wintersdorf.

Die romanische Kirche geht auf die Anfänge des 12. Jahrhunderts zurück, sie wurde im Lauf der Jahre aufgrund des schlechten Zustandes mehrfach restauriert und mit einem neuen Kirchenschiff versehen. Olk - keltische Bezeichnung für Weinberg - 1023 als "Ulca" überliefert, beinhaltet die Bedeutung eines umgrenzten fruchtbaren Ackers. In der römischen Zeit lebte die Bevölkerung auf meist verstreuten Einzelhöfen, die nahe Lage zur alten Römerstraße an der Grenze zu Newel förderten Handel und Verkehr. Ralingen wurde 1236 dem St.-Irminen-Kloster in Trier unterstellt.

Während Ralingen, Wintersdorf, Edingen und Godendorf später zur Herrschaft Rosport gehörten, befanden sich Kersch und Olk im Besitz des Kurfürstentums Trier. Bei Ralingen beginnt der Deutsch-Luxemburgische Naturpark, der auch weite Teile von Luxemburg umschließt. Charakteristisch für die landschaftlichen Schönheiten sind große Waldbestände, verträumte Täler und bizarre Felsformationen mit tiefen Schluchten.